2017-03-24-SPRACHVERWIRRUNG

SPRACHVERWIRRUNG

Von robin:fermann, 24.03.2017

 

Seitdem sich der türkische Staatspräsident Erdogan und viele europäische Politiker wegen der Nicht-Zulassung von Auftritten türkischer Politiker in Deutschland, den Niederlanden usw., bei denen es um das Verfassungsreferendum am 16. April geht, mit gegenseitigen Schuldzuweisungen und Nazivorwürfen attackieren, wird in den Mainstream-Medien permanent mit verwirrenden Begriffen diskutiert.

 

Ich verlange Klartext und dass nicht um den heißen Brei herumgeredet wird: „Die Deutschtürken, türkisch stämmig, türkische Herkunft, kurdisch stämmig, kurdische Herkunft, Gastarbeiter, Immigrant, Migrant, Zuwanderer, Flüchtlinge und so weiter.“ Seit Jahrzehnten werden das deutsche Volk und die Ausländer seitens der deutschen Politikdarsteller mit solchen verwirrenden Bezeichnungen konfrontiert.

 

Neben dieser babylonischen Sprachverwirrung gibt es eine Realität, und zwar, dass Ausländer restlos für alle Deutschen Ausländer sind und bleiben. Und nichts anders. Dagegen spricht auch nichts. Der Begriff Ausländer reicht für alles vollkommen. Das ist eine Tatsache, mit der wir uns auseinander setzen müssen. Kurden, Türken und viele andere Ausländer aus anderen Ländern sind aber weder Christen noch Juden, sondern Moslems. Das ist das Hauptproblem der Politikmafia in Europa.

 

Es gibt eine türkische Weisheit, die besagt: „Wer seine Herkunft leugnet ist ein Bastard“ (tr. Aslını inkâr eden haramzadedir) Das ist richtig. Wir brauchen keine Bastarde und keine Sprachverwirrer.

 

Ich bin Kurde und kein Deutscher kurdischer Herkunft, sondern besitze die deutsche „Staatsbürgerschaft“ (wenn man die BRD als „Staat“ akzeptiert).

 

Dennoch bin ich in diesem Land glücklich und fühle mich dem deutschen Volk tief verpflichtet.

 

Diejenigen Politikmarionetten, auf kommunaler-, Landes-, und Bundesebene, die ständig von Rassismus und Diskriminierung reden, sind selbst die größten Rassisten gegenüber ihrem eigenen Volk und die größten Betrüger gegenüber den Ausländern. Ich weiß ganz genau, wovon ich spreche. Diese Damen und Herren, die Diener des Unrechtssystems, reden gerne von Teilhabe und Transparents, sind aber selber intransparent und faschistisch.

 

Ich möchte in diesem Zusammenhang gerne Bielefeld als Beispiel geben, weil ich selber in Bielefeld lebe. In anderen Städten ist es aber nicht anders.

 

Bielefeld hat ca. 327 000 Einwohner, davon ca. 107 000 Ausländer. Aber im Rat der Stadt Bielefeld sind von 66 Ratsmitgliedern nur 3 Ausländer vertreten. Die Nummer 66 ist schon mal verdächtigt. Daran kann man sehen, dass die Freimauereilogen hier das Sagen haben. Wie soll mit so einem Ungleichgewicht die sogenannte Integration verwirklicht werden?

 

In Deutschland leben 16.5 Millionen Ausländer. Im Bundestag ist nichts viel anderes.

 

„Der Deutsche Bundestag, kein Spiegel der Gesellschaft. Derzeit haben nur 11parlamentaria türkische wurzeln. Das sind 1,75 Prozent der Abgeordneten.“ Siehe Anhang:

 

https://www.zdf.de/politik/maybrit-illner

 

Ohne langfristige Mitwirkung der Ausländer in der Gesellschaft, sind Begriffe wie Gleichberechtigung und Chancengleichheit nur hohle Worte.

 

Anstatt Toleranz, Respekt:

 

„Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen“ - so Goethe.

 

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Denn nur geduldet zu werden ist demütigend. Grundsätzlich darf niemand wegen seines Geschlechts, seiner Herkunft und seiner Muttersprache diskriminiert bzw. bevorzugt werden. Ich lehne den scheinheiligen Begriff „Toleranz“ entschieden ab und fordere vorurteilslosen Respekt unter Gleichen jedem Menschen gegenüber.