2017-10-18-WER DER US-POLITIK VERTRAUT, DEM IST NICHT ZU HELFEN

WER DER US-POLITIK VERTRAUT, DEM IST NICHT ZU HELFEN

Von robin:fermann, 18.10.2017

 

„Der größte Fehler meines Lebens war, den USA zu vertrauen“ Molla Mustafa Barzani.

 

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat den Präsidenten der autonomen Region Kurdistans, Mesud Barzani, im Hinblick auf das Referendum über die Unabhängigkeit Kurdistans, gewarnt, indem er sagte: „Komm lassen sie sich nicht benutzen. Vergessen Sie nicht, dass diejenigen, die Sie heute provozieren, morgen verschwinden werden, aber wir hoffen, dass wir weiterhin tausende von Jahren zusammen leben werden. Verletzen Sie nicht Ihr Morgen für den heutigen Ehrgeiz. Sie sollen wissen, das die Wellen der israelischen Flaggen sie nicht retten.“ (tr. Gelin kendinizi kullandırtmayın.Bugün sizi kışkırtanlar yarın çekip gidecekler unutmayın ama bizler inşallah binlerce yıl birlikte yaşamaya devam edeceğiz. Bugünün hırsı için yarınlarınızı heba etmeyin. İsrail bayraklarının orada dalgalanması sizi kurtarmaz, bunu bilesiniz.)

 

Der Türkische Kolumnist der Tageszeitung Takvim Ergün Diler hat zwei Wochen vor dem Referendum geschrieben: „Nach dem Referendum wird Barzani beseitigt. Er weiß das selber nicht.“ (Referandumdan sonra Barzani tasfiye edilecek. Kendisi de bunu biliyor)

 

Dennoch ist Barzani auf die verräterische US-Politik reingefallen und hat das kurdische Volk in eine unerträglich ungewisse Lage versetzt.

 

Nachdem die Stadt Kirkuk fast kampflos den arabisch-schiitische Milizen übergeben wurde, versucht Barzani vergebens den Kurden Sand in die Augen zu streuen. Ohne Namen zu nennen, beschuldigt er einige kurdische Politiker mit dem Irakischen Regime zusammen gearbeitet zu haben.

 

Die erneute historische Niederlage der Kurden verdanken sie wiederum den USA. Das Pentagon hat die Kurden zum Referendum ermutigt. Der Verteidigungsminister der USA, James N. Mattis, ist vor dem Referendum extra nach Erbil gereist, um Barzani zu stärken. Die US-Politik war über die Kurden uneins. Der Außenminister der USA hat 2 Tage vor dem Referendum Barzani aufgefordert, Geduld zu haben.

 

Die Imperialisten und die Zionisten sind Schurken, sie sind verlogen, man kann ihnen nicht über den Weg trauen, denn sie legen selbst Feuer, um hinterher als Feuerwehr zu agieren.

 

Das beste Beispiel ist die Terrororganisation DAISCH-IS bzw. ISIS. Die US-Terror-Armee und die größte Terrororganisation der Welt, die CIA, haben gemeinsam diese barbarische Organisation gegründet, um die Region des Nahen Ostens zu destabilisieren, damit die schmutzige US-amerikanische Politik fortgesetzt werden kann.

 

Nachdem die USA den Kurden 1974, im Kampf gegen das irakische Regime, viele Versprechen gegeben und nicht eingehalten haben, musste infolgedessen die kurdische Bewegung im Irak eine bittere Niederlage erleiden. Auf die Frage des Autors Günther Deschner, „was denn nun sein eigener entscheidender Fehler gewesen sei“, antwortete Molla Mustafa Barzani: „Der größte Fehler meines Lebens war, den USA zu vertrauen“. (Saladins Söhne. Die Kurden, das betrogene Volk). Der größte Fehler, laut Molla Mustafa Barzani, war damals den Russen den Rücken zu kehren und mit den USA zu arbeiten.

 

Ich schätze die Familie Barzani, insbesondere Molla Mustafa Barzani, den Vater des Präsidenten der autonomen Region Kurdistans, Mesud Barzani, sehr. Die Familie Barzani hat unter dem irakischen Regime unendlich viele Opfer erleiden müssen. Und ohne den entschlossenen und ehrenvollen Kampfgeist der Familie Barzani gegen das irakische Regime, wäre es bis heute undenkbar, Irakisch-Kurdistan frei zu sehen. Dennoch rechtfertigt dies nicht, dass der Sohn Mesut, sein Sohn Mesrur, der Neffe Neçirvan und einige andere Mitglieder der legendären Molla Mustafa Barzani Familie, heute in Kurdistan gegen die Kritiker genau das Gleiche tun, was das irakische Regime gegen sie getan hat. Und es rechtfertigt nicht, dass die ca. 1000 Familienangehörigen Barzanis in Saus und Braus leben, hingegen das kurdische Volk zum Betteln verdammt wurden.

 

Dschalal Talabani war ein Saddamist und Mesud Barzani ist ein Saddamist. Es ist für mich als Kurde schmerzhaft dies zu sagen, aber es ist die Realität und die Kurden müssen sich dieser Realität stellen und sich damit auseinandersetzen.

 

Saddam Husein war der Präsident des Irak, sein Sohn Udai war der Chef der Mafia im Irak, der zweite Sohn Qusai war der Chef des Geheimdienstes. Die Familienmitglieder von Saddam waren alle tief im Staatsapparat verwurzelt.

 

Dann schauen wir doch mal, wie die Lage in Kurdistan aussieht. Mesut Barzani ist der Präsident der autonomen Region Kurdistan. Sein Neffe Neçirvan Barzani ist Ministerpräsident. Sein Sohn Mesrur Barzani ist der Chef des kurdischen Geheimdienstes und viele seiner Fami¬lienangehörigen sind, genauso wie Saddams Regime in Kurdistan, innerhalb der Bürokratie und des Sicherheitsapparates verwurzelt, sie tun so, als ob Kurdistan ihr Eigentum wäre. Die Barzani-Familie besitzt fast das gesamte Monopol auf Öl, Wirtschaft, Medien, Immobilien usw. in ihrer Region Behdinan, bis zur Stadt Hewlêr-Erbil.

 

Dschalal Talabani war der Präsident des Irak, ein Sohn ist in der Region Soran der Geheimdienst-Chef, der andere Sohn Kubat ist stellvertretender Ministerpräsident. Die Ehefrau von Talabani kontrolliert die Medien und die Wirtschaft in der Region Soran.

 

Diese beide Parteien und Personen waren nicht in der Lage, die kurdische Gesellschaft zu versöhnen und einen gesellschaftlichen, friedlichen Weg zu finden. Ihre Politik bestand darin, wie die ihrer Feinde, den Gegner zu eliminieren.

 

Es gab während des Saddam-Regimes kurdische Verbündete. Sie wurden von Saddams Regime benutzt und gegen die beiden kurdischen Parteien eingesetzt. Deshalb werden diese in Kurdistan auf Kurdisch Caş (dschasch) genannt. Dschasch bedeutet so was wie Eselfohlen. Auf Deutsch kann man es besser als Volksverräter bezeichnen. Bis heute wurde keine Lösung für diese Menschen gefunden. Sie sind ein Spielball beider Parteien geworden.